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Bankeinzug / Lastschrift – sicher, aber nicht für uns

Die bequeme Bezahlung im Internet ist für uns immer wieder ein Thema. Auf der einen Seite möchten wir alle Hürden beseitigen, die einen Kunden verärgern und im schlimmsten Fall einen Bestellabbruch nach sich ziehen. Auf den anderen Seite machen wir das auch nicht zum Spaß und möchten für unsere Leistungen auch belohnt werden. Wir wollen Fairness.

Vorkasse, Nachname, PayPal, Bankeinzug und Kreditkarte sind die Zahlungsarten, mit denen wir bisher gut leben konnten. Doch in letzter Zeit mehrten sich die Fälle in denen wir auf unseren Kosten sitzen geblieben sind. Pakete kamen zurück, weil der Empfänger die Annahme verweigerte und Lastschriften wurden wieder zurückgeholt, weil das Konto erlöschen, oder nicht gedeckt war.

Zahlungsausfälle gehören zum Alltag eines Online-Shop-Betreibers. Bisher haben wir aber stets die Mehreinanhmen durch eine Zahlungsart gegen die Kosten eines Zahlungsausfalls gestellt. Wenn das Verhältnis stimmt, dann ist das ein kalkuliertes Risiko, das wir bereit sind einzugehen.

Seit letzter Woche beschäftigt mich das Thema immer mehr. Auslöser waren sieben Zahlungsausfälle. Alle an einem Tag bestellt, alle per Lastschrift bezahlt und bei allen war das Konto erlöschen. Manch ein Shop-Betreiber denkt sich wahrscheinlich: „Nichts Ungewöhnliches“. Aber ich sehe das anders.

Denn das Perfide an diesen Bestellungen sind die Nachbestellungen, die von Freunden und Verwanden der Zechpreller getätigt wurden. Die Nachbestellungen sollten ebenfalls per Lastschrift bezahlt werden. Der Warenkorb-Wert war deutlich höher und der Bestellzeitraum unmittelbar nach Ankunft unseres Pakets. Oft war Lieferadresse die selbe, mindestens aber der Ort oder der Nachname. Wodurch sich eine Zuordnung relativ einfach machen lässt. Einige der „Kunden“ haben ein direkte Freundschafts-Beziehung bei Facebook.

Ein Blick in die Zugriffs-Statistik offenbarte mir, dass es gängige Praxis zu sein scheint. Denn Besucher unserer Seite landeten mit Suchbegriffen wie „Lebensmittel Online auf Rechnung“ in unserem Shop. Das Bestellmuster war stets das Gleiche:

  1. Ein Späher findet den Shop mit relevanten Suchbegriffen.
  2. Stellt schnell und willkürlich den Warenkorb zusammen. (Die Bestellungen waren sehr untypisch für unsere Kunden. Die Produktauswahl deutete bei näherer Betrachtung nach wilden und schnellen Klicks )
  3. Sucht sich eine sichere Zahlungsart (Bankeinzug oder Rechnung)
  4. Kurze Zeit nach Erhalt des Pakets bestellten weitere Zechpreller. (Sie müssen schnell handeln, da die Bank in der Regel bis zu vier Tage für die Lastschrift benötigt. Dann erst bemerken wir den Zahlungsausfall.)

Einige sind bei Facebook zu finden, so dass eine direkte Beziehung nachzuweisen ist. Manche schreiben unter ihren Fotos Kommentare wie „Wenn du so etwas auch haben willst, kenne ich einen Shop, bei dem du auf Rechnung bestellen kannst.“

Wir haben den Bankeinzug und die Bezahlung per Nachnahme als Folge deaktiviert, bis uns etwas Besseres einfällt. Aber auch wenn wir den entstandenen finanzielle Schaden verkraften können, finde ich persönlich diese Vorgehensweise mehr als fraglich. Und ich finde es für ehrliche Käufer sehr schade, denn die Bezahlung per Lastschrift ist bequem und dank der Möglichkeit Geld zurückzuholen auch relativ sicher.

Wenn du ähnliche Erfahrungen gemacht hast, würde ich gern mehr darüber erfahren!

Snäckbox in einem neuen Look

Wir haben ein kleines Update von Snäckbox hochgeladen. Eigentlich eine Abwandlung davon, in der es möglich ist gemischte Snäckboxen zusammenzustellen. Den Bestellvorgang haben wir vereinfacht und auch so sieht alles einwenig bunter aus 😉